Die Miasmentheorie ist in der Homöopathie schon immer ein strittiges Thema gewesen.
Besonders heute wird sehr viel darüber theoretisiert; neue Wege werden entwickelt, diskutiert und mehr oder weniger erfolgreich eingesetzt, um sie in die Therapie chronischer Krankheiten zu integrieren und noch (?) bessere Heilungen zu erzielen.
Die Meinungen über den Wert der miasmatischen Fallbetrachtung variieren von "Unsinn" ( das sagen namhafte Altmeister der Homöopathie! ) bis zum essentiellen Gegenstand der Therapie.
Die Idee der chronischen Miasmen ist nach wie vor eine Hypothese, die den Hintergrund der Pathologie bezeichnet und dazu dient, das Krankheitsgeschehen in der Art seiner Destruktivität zu definieren.
Die meisten homöopathischen Mittel haben einen Bezug zu mehr als einem Miasma, sodass die miasmatische Anschauung der Pathologie eines Patienten keine Differenzierung der in Frage kommenden homöopathischen Mittel erlaubt.
Einzig die genaue Erkenntnis, Auswahl und Hierarchie der Krankheitssymptome lässt eine Unterscheidung von Arzneien zu.
Andererseits kann die Kenntnis der miasmatischen Dynamik der homöopathischen Arzneien einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis scheinbar widersprüchlicher Aspekte innerhalb eines Arzneimittelbildes ermöglichen.
Im Verlauf der Therapie einer chronischen Krankheit kann eine Nosode angebracht sein, wenn der Heilungsprozess nicht - wie erwartet - fortschreitet.
Die individuelle Symptomatik des Patienten (nicht aber eine hypothetische Diathese) weist den Weg zu einer bestimmten Nosode - oder auch zu einem anderen Mittel. Das hat die homöopathische Praxis internationaler Homöopathie-Lehrer nun hinreichend genug bewiesen.
Einen besonderen Stellenwert nehmen besonders bei Haustieren die Impf-Nosoden ein. Oft genug beginnt ein pathologischer Prozess im Gefolge der zahlreichen Impfungen, die in dieser Häufigkeit nach den neuen Veröffentlichungen von Prof. Horzinek nicht notwendig wären. Wenn in solchen Fällen gut gewählte (nach Gesichtspunkten Hahnemanns) Arzneien nicht genügend wirken, ist an eine solche Nosode zu denken.
Hinzu kommt die Überlegung, dass heute z.B. die Hunde seit zahlreichen Generationen mit denselben Impfstoffen überimpft worden sind und damit eine wahrlich erbliche Belastung davongetragen haben. Bei den Pferden mitteleuropäischer Zucht und bei Rassekatzen existiert dieses Problem ebenfalls.
Eine Nosodentherapie kann auch angebracht sein - wie jedes andere Mittel auch - wenn bei einer Erkrankung eines ganzen Tierbestandes ein Genius epidemicus erkennbar wird.
Die Besprechung der Arzneimittelbilder, Charakteristika und Leitsymptome der häufigsten Nosoden soll dem TeilnehmerIn einen Überblick über den Einsatzbereich dieser Präparate vermitteln.
Auch die Bowel-Nosoden von Paterson und Bach verdienen im Zusammenhang mit der Nosodentherapie eine Erwähnung.
In allen Formen von "Elektroakupunktur", Bioresonanz- und anderen Verfahren, die sich mit Radionik befassen, wird mit Nosoden und undefinierten patienteneigenen Schwingungen therapiert.
Das ist ein Fachgebiet, über das besonders der homöopathisch arbeitende Tierarzt informiert sein muss, weil derartig vortherapierte Patienten möglicherweise besondere homöopathische
Behandlungs-Strategien erfordern.
Zum Schluss sei darauf hingewiesen, dass ein nach klassischen Regeln gewähltes Homöopathicum in den meisten Fällen zu besseren Heilungsergebnissen führt als eine Nosodentherapie - wobei einzelne Ausnahmen natürlich auch diese Regel bestätigen.
Das Seminar ist nicht für Einsteiger in die Homöopathie geeignet.
Vorausgesetzt wird die Kenntnis der homöopathischen Theorie von Hahnemann sowie ein wenig Arzneimittelkenntnis.
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