Sonntag, 05.02.2012
Startseite
Organisation
Veröffentlichungen
Archiv
Literatur
Kontakt
Anfahrt
Links
Impressum
Startseite > Archiv > Seminarangebot 2002 > 19.-20.10.2002 Essenzen homöopathischer Mittel für Kleintiere
 
< zurück

19.-20.10.2002 Essenzen homöopathischer Mittel für Kleintiere

Diese beiden Seminare sollen dem Teilnehmer wiederum zeigen, daß in den Arzneimittelbildern ein wesentlich größeres Potential für die Heilung von Patienten steckt, als es in der bisherigen Veterinär-homöopathischen Literatur beschrieben ist.

Der menschliche Intellekt hat die Eigenschaft, komplexe Bewußtseinsinhalte - wie z.B. homöopathische Arzneimittelbilder - zu schematisieren, in Modellvorstellungen zu kleiden und damit zu vereinfachen.

Solche Tendenzen sind gerade in der Homöopathie zu Hause, bergen aber gleichzeitig die Gefahr, das breite Spektrum der Arzneimittelbilder zu vereinheitlichen, gewisse Aspekte außer acht zu lassen und damit feststehende Vorurteile bzw. Negativsymptome zu schaffen.
Andererseits ist es unumgänglich, in den komplexen Bestandteilen der
Arzneimittelprüfungen bzw. der Arzneimittelbilder - Schwerpunkte zu setzen,

Grundtendenzen herauszukristallisieren,
den jeweils spezifischen Verlauf des Krankheitsgeschehens zu bezeichnen,
sonderliche Zeichen und Symptome, sowie
auffallende, durchgängige Modalitäten hervorzuheben.

Daraus ergeben sich Kriterien für die Differenzierung verschiedener Mittel.

Die Bezeichnung ‚Arzneimitbild‘ kann mißverstanden werden; denn ‚ein Bild‘ bezeichnet einen statischen Zustand. Vielmehr sind homöopathische Arzneimittelbilder mehrdimensionale, wandelbare Tendenzen einer bestimmten, mehr oder weniger ausgeprägten Pathologie auf eienm miasmatischen Hintergrund, die sich zum Positiven oder Negativen entwickeln können.
Im Arzneimittelbild steckt also die Dynamik einer möglichen Pathologie, deren Ausgangspunkt auf der Ebene der Gemütsverfassung (Hahnemann § 120 - 121) zu suchen ist. Daraus somatisiert sich auch beim Tier (Ausnahmen!) die körperliche Pathologie bzw. die Störung der Lebenskraft (außer beim Vorliegen einer eindeutigen Causa im Akutfall). ‚Zeichen und Symptome‘ - besonders die ‚auffallenden, eigenheitlichen, sonderlichen‘ - weisen den Weg zum Simile und sollten von den wichtigsten Polychresten bekannt sein.

All diese charakteristischen Merkmale und Tendenzen von Arzneimittelbildern sind unter dem Begriff ‚Essenzen homöopathischer Mittel‘ zusammengefaßt.
Dieser Begriff wurde von Georgos Vithoulkas geprägt.
Andere Autoren der Homöopathie benennen dasselbe mit dem Ausdruck ‚Idee‘, ‚Genius‘, ‚Seele‘ oder ‚Kernelement‘ eines Mittels.
Die Essenz eines Mittels bezeichnet also das komplexe Verständnis der grundlegenden Natur eines Arzneimittels (Morrison) mit folgenden Gesichtspunkten:

Auslöser einer Pathologie - psychisch und / oder physisch
Geschwindigkeit der Entwicklung des Krankheitszustands
organischer Schwerpunkt der Pathologie mit chrakteristischen Symptomen
Physiognomie und Erscheinungsbild des Patienten
Thema des Mittels - Gemütsverfassung - Verhaltensstrategien (Ob diese Gemütsverfassung beim Tier angeboren, spezies- oder rassebedingt, oder durch Prägungen erworben wurde, spielt dabei keine Rolle.)
die wichtigsten, durchgehenden Modalitäten

Krankheiten verschiedener Tierspezies‘ und Tierrassen spielen sich auf unterschiedlich miasmatisch geprägtem Hintergrund ab. In diesem Sinne ist die Veterinärhomöopathie in der täglichen Praxis vielschichtiger als eine humanmedizinische Praxis, bestehend aus durchschnittlichen Mitteleuropäern.
Daher gewinnen die ‚Essenzen‘ homöopathischer Mittel bei Tieren einen ganz besonderen Stellenwert.
So findet sich zwar eine Phosphor-Erkrankung immer unter demselben übergeordneten Thema, tritt aber z.B. bei Pferd und Katze in unterschiedlich miasmatischer Ausprägung in Erscheinung: Das Pferd leidet Jahre lang unter einer rezidivierenden oder chronischen Atemwegserkrankung, die Katze erkrankt auf der Grundlage eines ‚Immunschwäche-Syndroms‘ an einem Schnupfen mit absteigender Tendenz in die tieferen Atemwege und stirbt wenige Wochen nach Beginn der ersten Symptome.

Solche Schwerpunkte und Tendenzen werden in den Seminaren über die ‚Essenzen homöopathischer Mittel‘ an den häufigsten Polychresten dargestellt.

Das erweiterte und vertiefte Verständnis der Arzneimittelbilder kann die Auswahl des passenden Simile und die Differenzierung zu anderen Mitteln enorm erleichtern, sodaß mitunter sogar für chronische Erkrankungen nach kurzer Anamnese ohne Repertorium das Similimum verordnet werden kann.

Bitte in jedem Fall ein homöopathisches Repertorium mitbringen, am besten geeignet ist ,Synthesis 7' (oder neuere Auflage) oder ,Complete Repertory' in englisch oder deutsch (Ältere Repertorien reichen nicht aus! Es fehlen ca. 60000 Nachträge.)!

Anmeldung bis 11.10. 2002 erbeten - begrenzte Teilnehmerzahl

Seminarzeiten und -kosten (für jeweils ein Wochenende):

Samstag: 9.30 bis 17.00 Uhr
Sonntag: 9.00 bis 16.30 Uhr,
je Wochenende 12 Arbeitsstunden

DM 340,00 incl. 16% Mwst.
€ 175,00 incl 16% MwSt.
(Fr.296,00 incl. 16% MwSt.)
(incl. Seminargetränke wie Kaffee, Tee und Mineralwasser)

Für dieses Seminar anmelden
Kommentare zu diesem Seminar
Zurück zur Seminarübersicht
Suche

 
Adresse seit 02 / 2010:
Kirchweg 23
8553 Hüttlingen
Schweiz
Telefonnummer:
Telefon: +41 52 765 19 51
Telefax: +41 52 765 19 51 (gleiche Nummer)
So finden Sie zu uns:
Anfahrtskizze und Routenplaner